Fast jede und jeder macht es hin und wieder: Man fühlt sich müde, die Augen jucken oder sind gereizt – und schon reibt man sie. Doch wenn Sie Kontaktlinsen tragen, kann dieses Reiben der Augen Risiken bergen. Besonders in den ersten Wochen der Eingewöhnung reagieren die Augen empfindlicher, was den Drang zu reiben noch verstärkt. In diesem Blog erfahren Sie, warum Augenreiben mit Kontaktlinsen riskant ist – und welche sicheren Alternativen es gibt.
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Ist Augenreiben mit Kontaktlinsen schädlich?

In unserer digitalen Welt verbringen wir täglich viele Stunden vor Bildschirmen. Dies ist einer der Hauptgründe für erschöpfte, müde und trockene Augen – und genau das löst den Reflex aus, sie zu reiben. Vorbeugen können Sie mit einfachen Maßnahmen:
- Halten Sie die 20-20-20-Regel ein, indem Sie alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas in 6 Metern Entfernung schauen.
- Stellen Sie sicher, dass Ihr Arbeitsraum genügend Luftfeuchtigkeit bietet.
- Tragen Sie, wenn Sie keine Kontaktlinsen aufhaben, gerne eine Brille mit Blaulichtfilter.
Warum Augenreiben mit Kontaktlinsen riskant ist
Höheres Infektionsrisiko
Unsere Hände kommen ständig mit Bakterien, Viren und Schmutz in Kontakt. Auch wenn sie sauber aussehen, können Keime vorhanden sein. Beim Reiben gelangen diese leicht unter die Linsen – das Risiko für Bindehautentzündungen oder sogar schwerwiegendere Hornhautinfektionen steigt deutlich.
Verrutschen oder Beschädigen der Kontaktlinsen
Durch Reiben können weiche Linsen verrutschen, sich falten oder sogar herausfallen. Auch kleine Schäden an der Linse sind möglich – was sofort unangenehm ist und die Hornhaut zusätzlich reizen oder verkratzen kann.

Gefahr für die Hornhaut
Selbst sanftes Reiben übt Druck auf die Hornhaut aus. Dabei können mikroskopisch kleine Verletzungen entstehen, die zu erhöhter Empfindlichkeit oder eingeschränktem Sehvermögen führen.
Wenn Ihre Augen trocken, müde oder gereizt sind, gibt es sichere Wege, um Linderung zu finden:
- Befeuchtende Augentropfen versorgen die Augen sofort mit Feuchtigkeit.
- Ein kühler, sauberer Umschlag auf den geschlossenen Augen reduziert Rötungen und Schwellungen.
- Bewusstes, häufigeres Blinzeln verteilt den Tränenfilm gleichmäßig, was besonders bei langer Bildschirmarbeit hilft.
Bei den folgenden Anzeichen sollten Sie Ihre Linsen kurzzeitig rausnehmen und zur Brille greifen, um Ihren Augen eine Pause zu gönnen:
- Ihre Augen sind gerötet, gereizt oder trocken.
- Sie verspüren ein Brennen oder Ihre Sicht verschwimmt
Bei anhaltender Unsicherheit oder starken Beschwerden wenden Sie sich immer an eine Optikerin, einen Optiker oder eine Augenärztin bzw. einen Augenarzt.
Auch ohne Linsen ist häufiges Reiben problematisch. Es kann zu Keratokonus führen – einer fortschreitenden Ausdünnung und Verformung der Hornhaut, die im schlimmsten Fall eine Transplantation notwendig macht. Bei weichen Linsen können sich durch ständiges Reiben zudem Materialverformungen entwickeln, die den Tragekomfort verschlechtern und die Sehqualität mindern.
Unterschiedliche Linsentypen und ihre Reaktion aufs Reiben
Nicht alle Kontaktlinsen reagieren gleich aufs Reiben:
- Tageslinsen sind besonders dünn und dadurch anfälliger für Falten oder Risse.
- Monatslinsen sind robuster, können mit längerer Tragezeit aber Proteinablagerungen entwickeln, die zusätzlich reizen.
- Harte Linsen verrutschen beim Reiben leichter oder verursachen unangenehmen Druck.
Wer gerade erst mit dem Linsentragen beginnt, ist mit Tageslinsen oft besser beraten – ein frisches Paar pro Tag reduziert das Risiko für Beschwerden.

Sich die Augen zu reiben, ist eine Gewohnheit, die man ablegen kann – ähnlich wie Nägelkauen. Wenn Sie neu mit Linsen sind, hilft ein Linsen-Tagebuch: Notieren Sie, wann Beschwerden auftreten, was Sie dagegen tun und welche Maßnahmen helfen. Das schafft Bewusstsein und unterstützt Sie dabei, das Verhalten zu ändern.
Praktische Tipps:
- Trinken Sie ausreichend
- Nehmen Sie die Linsen rechtzeitig heraus
- Kleine Erinnerungen – zum Beispiel einen Zettel am Spiegel – zu nutzen.
So verlockend es manchmal auch sein mag – verzichten Sie auf Augenreiben, setzen Sie auf Alternativen wie Augentropfen – und genießen Sie Ihr Linsentragen ohne unnötige Risiken.