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Was ist Astigmatismus?

Frau vor einem Computerbildschirm, die die Augen zusammenkneift, weil sie Sehprobleme hat.

Tritt verschwommenes Sehen auf – besonders beim Autofahren in der Nacht – oder kommt es regelmäßig zu Augenbelastung oder hartnäckigen Kopfschmerzen, dann könnte eine Fehlsichtigkeit namens Astigmatismus (auch als Hornhautverkrümmung bekannt) dahinterstecken. Dabei handelt es sich um eine sehr häufige, meist harmlose Sehstörung, die oft von Geburt an besteht. Ursache ist eine unregelmäßig geformte Hornhaut, die das Licht nicht gleichmäßig auf die Netzhaut bündelt und so unscharfes Sehen verursacht.

Doch kann Astigmatismus auch erst später im Leben entstehen? Wie lässt er sich mithilfe von Kontaktlinsen behandeln – und was genau führt eigentlich dazu? Die wichtigsten Antworten rund um das Thema Hornhautverkrümmung gibt es hier.

Was verursacht Astigmatismus?

Wie bereits erwähnt, ist Astigmatismus bei vielen Menschen angeboren. In einigen Fällen kann er jedoch auch erst im Laufe des Lebens entstehen – etwa nach einer Augenverletzung, Operation oder durch bestimmte Augenerkrankungen. Ursache dieser Fehlsichtigkeit ist eine unregelmäßige Wölbung der Hornhaut oder Augenlinse. Das Auge ist in diesem Fall leicht oval anstatt rund. Dadurch wird das Licht, das ins Auge fällt, in mehrere Richtungen gebrochen. Das Ergebnis: Gegenstände wirken unscharf oder verzerrt.

Astigmatismus tritt häufig gemeinsam mit anderen Brechungsfehlern wie Kurzsichtigkeit (Myopie) oder Weitsichtigkeit (Hyperopie) auf. Auch die seltene Erkrankung Keratokonus, bei der sich die Hornhaut kegelförmig verformt, kann Astigmatismus begünstigen.

Entgegen eines weit verbreiteten Irrglaubens entsteht Astigmatismus nicht durch „zu nah am Fernseher sitzen“ oder Lesen bei schwachem Licht – und er wird dadurch auch nicht schlimmer.

Die zwei häufigsten Formen des Astigmatismus sind:

  1. Regelmäßiger Astigmatismus – die Hornhaut ist in einer Richtung stärker gekrümmt als in der anderen.

  1. Unregelmäßiger Astigmatismus – die Krümmung der Hornhaut ist ungleichmäßig verteilt, kann in mehrere Richtungen verlaufen oder im unteren Bereich steiler ausfallen.

Astigmatismus: Symptome

Die Beschwerden bei Astigmatismus können je nach Ausprägung sehr unterschiedlich ausfallen. Zu den häufigsten Symptomen zählen: 

  • Verschwommenes Sehen 

  • Kopfschmerzen 

  • Augenbelastung  

  • Zusammenkneifen der Augen 

  • Nachtblindheit 

  • Doppeltsehen 

  • Müdigkeit 

  • Reizungen der Augen 
     

Es ist auch möglich, an Astigmatismus zu leiden, ohne eines dieser Symptome zu bemerken – genau deshalb sind regelmäßige Sehtests so wichtig. Die meisten Optiker:innen empfehlen, die Augen mindestens alle zwei Jahre überprüfen zu lassen. Wird eine Hornhautverkrümmung nicht richtig behandelt, können sich die Symptome mit der Zeit verschlimmern – besonders die Sicht bei Dunkelheit oder beim Autofahren kann dadurch stark beeinträchtigt werden. 

Illustration eines gesunden menschlichen Auges und eines Auges mit Hornhautverkrümmung
Astigmatismus und Kontaktlinsen

Die gute Nachricht: Astigmatismus lässt sich oft ganz einfach korrigieren – vor allem, wenn er frühzeitig erkannt wird. Wird eine Hornhautverkrümmung festgestellt, sind torische Kontaktlinsen in der Regel die praktischste, bequemste und kostengünstigste Lösung. Anders als normale Kontaktlinsen sind sie in Form eines Torus (donut-ähnlich) gestaltet. Diese meist weichen Linsen passen sich flexibel an und helfen dem Auge, das Licht korrekt zu bündeln – für ein klares und scharfes Sehen.

Im Gegensatz zu Standardlinsen verfügen torische Linsen über verschiedene Stärken, um die unterschiedlichen Ausprägungen von Kurz- und Weitsichtigkeit bei Astigmatismus auszugleichen. Zudem sind sie so konstruiert, dass sie sich beim Tragen drehen können, um sich exakt an der richtigen Stelle auf dem Auge auszurichten. Torische Linsen sind als Tageslinsen, Zwei-Wochen-Linsen oder Monatslinsen erhältlich und lassen sich für zusätzlichen Komfort mit Augentropfen kombinieren. Sie können die Lebensqualität von Menschen mit Astigmatismus deutlich verbessern und wie andere Kontaktlinsen online gekauft werden.

Lassen Sie sich von Ihrer Optikerin oder Ihrem Optiker beraten, welche Lösung am besten passt – und besuchen Sie unsere Kontaktlinsen-Guides für Tipps und Anleitungen.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten bei Astigmatismus

Neben Kontaktlinsen bieten auch korrigierende Sehhilfen wie speziell angepasste Brillen eine bewährte Methode zur Behandlung von Astigmatismus. 

Bei stärkeren Ausprägungen kann eine refraktive Augenoperation eine dauerhafte Lösung darstellen. Diese nicht zwingend notwendige Operation verändert gezielt die Brechkraft des Auges – sodass in vielen Fällen auf Brillen oder Kontaktlinsen verzichtet werden kann. Das Verfahren variiert je nach Patient:in, umfasst aber in der Regel die Implantation einer Linse, die chirurgische Neumodellierung der Hornhaut oder den Austausch der natürlichen Augenlinse. 

Astigmatismus bei Kindern

Da Astigmatismus häufig angeboren ist, wird empfohlen, Kinder einmal jährlich augenärztlich untersuchen zu lassen. Je nach Alter kann die Optikerin oder der Optiker geeignete Behandlungsoptionen vorschlagen, falls Astigmatismus oder andere Probleme mit der Augengesundheit festgestellt werden. 

Vor allem bei kleinen Kindern kann ein stark ausgeprägter Astigmatismus zur Entwicklung einer Amblyopie führen. Dabei verarbeitet das Gehirn bevorzugt die Signale eines Auges und unterdrückt die des anderen. Regelmäßige Augenuntersuchungen sind daher besonders wichtig. 

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